Donnerstag, 7. April 2016

Energiekugeln oder auch "raw bites" in vier Sorten



Oder: ich geb mir die Kugel..


Meine erste Begegnung mit diesen ominösen „Energiekugeln“ hatte ich letztes Jahr auf dem Naschmarkt in der "Markthalle neun" und für mich eigentlich festgestellt, dass sie nicht so wirklich meins sind.

Da ich aber jeder Sache (meist) noch eine zweite Chance einräume und ich eine nette Einladung von Mari zur Matcha-Verkostung (ein kleiner Beitrag folgt demnächst;-)) hatte, dachte ich mir: als Mitbringsel wären sie vielleicht gar nicht mal so schlecht. Zumal ich wusste, dass sie ganz viele leckere Sachen backen würde und ich deshalb nicht auch noch einen Kuchen mitbringen wollte.

In der Zwischenzeit hatte ich schon eine richtig kleine Sammlung von Rezepten für diese „Kugeln“ angelegt (äh...eher eine lose Blattsammlung ;-)) und musste mich jetzt nur noch für ein paar von ihnen entscheiden.
Das war gar nicht mal so einfach und letztendlich habe ich mir die Rezepte dann nach meinem eigenen Geschmack zusammengestellt. Mit anderen Worten: ich habe sie komplett verändert.
Cashewnüsse z.B. habe ich nicht verarbeitet, da ich darauf leider etwas allergisch reagiere :-(

So habe ich mich einfach nur daran gehalten, einen Teil Nüsse (z.B. Walnüsse, Mandeln...), einen Teil Trockenfrüchte (z.B. Datteln, Aprikosen...) und einen kleinen Teil Flüssigkeit (z.B. Fett, Öl, Honig, Agavendicksaft, Mandelmich..) zu verwenden. Natürlich benötigt man auch etwas, um die fertigen Kugeln darin zu rollen. Ich habe dafür gerösteten Sesam, geröstete Koksraspeln, gepufftes Amarant und gemahlene Mandeln genommen.


Jetzt stellte sich für mich nur noch die Frage, welches Gerät eignet sich am besten zur Zerkleinerung der ganzen Trockenfrüche, Nüsse usw... ?
Mein Mixer = leider Totalausfall.
Mein Pürrierstab = Naja. Der hat sich wirklich nur bei den Pflaumen bewährt.

Aber ich habe da ja noch so einen kleinen Multizerkleinerer in petto und der war echt super. Man musste nur wissen wie man ihn einsetzt. Ich habe nämlich lediglich die kleingeschnittenen Trockenfrüchte mit den Nüssen hineingegeben und geschreddert.
Die „flüssigen“ Zutaten wurden anschliessend mit den Händen untergeknetet. Das hat super geklappt.

Hergestellt habe ich gleich vier verschiedene Sorten. Es sollte ja schliesslich auch eine Auswahl vorhanden sein:

Pflaume-Walnuss-Zimt (die fand ich am besten) 
Dattel-Mandel-Kakao-Kakaonibs (meine zweitliebsten) 
Aprikose-Mandel-Kokos-Matcha (waren auch nicht schlecht) 
Dattel-Haferflocken-Honig-Orange (nee, mochte ich nicht)



Sollte die Masse zu flüssig sein, dann müsst Ihr einfach noch etwas von den festeren Zutaten dazugeben. Ist die Masse zu fest, einfach noch etwas Flüssigkeit.. Eigentlich ganz logisch, aber trotzdem als kleiner Tip am Rande ;-)


Angefangen habe ich mit den Haferflocken-Orangen Kugeln:

80 g kleingeschnittene getrocknete Datteln 

80 g Haferflocken (Feinblatt) 
1,5 EL Honig 
Saft und Abrieb einer halben Bio-Orange (meine war ziemlich groß) 
zum wälzen: gerösteten Sesam.


Haferflocken und Datteln schreddern. Den Orangensaft, den Abrieb und den Honig dazugeben und zu einer klebrigen Masse verarbeiten. Dabei aber aufpassen, dass die Masse nicht zu feucht wird.. Etwas ruhen lassen, damit die Haferflocken noch quellen können.

die Mandeln haben hier eigentlich nichts zu suchen ;-)

In der Zwischenzeit den Sesam (ohne Fett) in der Pfanne rösten.
Aus der Masse kleine Kugeln formen. Da meine noch etwas zu klebrig war, habe ich noch ein paar Haferlocken dazugeben.
Zum Schluss in dem gerösteten Sesam wälzen.



Als nächstes wurden die Pflaumen-Walnusskugeln in Angriff genommen:

100 g kleingeschnittene getrocknete Pflaumen (meine waren ziemlich matschig) 

80 g Walnüsse 
1 EL Agavendicksaft 
1 EL Kakaopulver 
½ TL Zimt 
1 Prise Kardamom 
Zum wälzen: etwas gepufften Amaranth.




Alles gut miteinander schreddern und vermatschen. Ist die Masse fest genug, können nun kleine Kugeln daraus geformt werden.


Ich habe sie in gepuftem Amarant gewälzt. War etwas schwierig, da die kleinen Kügelchen nicht so richtig haften wollten..
Nur in meiner Küche bleiben sie überall kleben ;-)



Jetzt zu den Aprikose-Mandel-Kokos-Matcha Kugeln:

70 g Mandeln mit Haut 

30 g Kokosflocken 
100 kleingeschnittene getrocknete Aprikosen 
½ TL Kokosöl 
1 TL Matcha-Pulver 
½ EL Mandelmilch (nur so viel, das eine formbare Masse entsteht) 
Zum wälzen: geröstete Kokosraspel, gemahlene Mandeln oder gepufften Amarant.



Mandeln, Kokosflocken und kleingeschnittene Aprikosen zusammen im Mixer zerkleinern.
Von Hand das Kokosöl, die Mandelmilch und das Matcha-Pulver unterkneten. Je nach Bedarf noch etwas Flüssigkeit oder Öl dazugeben.


Aus der Masse kleine Kugeln formen und in den genannten Zutaten wälzen. Ich habe ein paar davon mit gerösteten Kokosraspeln, ein paar mit gemahlenen Mandeln und auch ein paar mit Amarant ummantelt.



Nun zu der letzten Sorte, den auch leckeren Dattel-Mandel-Kakao/Kakaonibs Kugeln:

60 g Datteln 
30 g Mandeln 
1,5 EL Kakaopulver (schwach entölt) 
1 EL Kakaonibs  
1,5 EL Wasser (nur so viel, das eine formbare Masse entsteht) 
zum wälzen: gemahlene Mandeln oder Kakaopulver


Datteln, Mandeln und Kakaonibs zusammen schreddern.


Kakaopulver und Wasser mit den Händen einarbeiten. Ist die Masse formbar, kleine Kugeln daraus rollen.
Ich habe sie anschließend in gemahlenen Mandeln gewälzt und zusätzlich noch mit einer Seite kurz in Kakaopulver gedippt.

Als ich fertig war, glich meine Küche einem kleinen Schlachtfeld. Überall lagen aufgerissen Tüten von Trockenfrüchten, Nüssen usw. herum und kullerten aus ihren Tüten. Kakaopulverspuren auf den Arbeitsplatten und der gepuffte Amarant wollte sich am liebsten komplett in meiner Küche verteilen. Er war total statisch aufgeladen und haftete wie kleine Styropor Kügelchen überall dort, wo er nicht sollte. Der Abwasch türmte sich und tausende von gebrauchten Löffeln lagen herum. Ich habe mir vorgenommen, nächstes Mal ein Foto für Euch vom Chaos zu machen ;-)

Ich werde sicher nochmal welche machen, denn ich hab da irgendwie noch so einige Trockenfrüchte rumliegen  ;-)



Eure LisaCuisine

Kommentare:

  1. Wenn man keinen Agavendicksaft hat, kann man das auch mit was anderem ersetzen?

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    1. Erstmal sorry für die verspätete Antwort.
      Wenn Du keine Veganerin bist, dann geht auf jeden Fall Honig.
      Ansonsten kann man vielleicht auch Ahornsirup oder Zuckerrübensirup nehmen.
      Allerdings verändert das sicher den Geschmack... Das müsstes Du dann ausprobieren.

      LG Lisa

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