Mittwoch, 10. Juni 2015

Hochzeitstorten in weiß und türkis - Teil 2


Hier nun wie versprochen der zweite Teil über die Herstellung meiner ersten Hochzeitstorte. Damit ich Euch jetzt nicht mit stundenlangen Rezepteschreiben langweile, habe ich sie alle verlinkt. Einfach raufklicken und ihr seid gleich beim passenden Rezept oder der Anleitung wie es funktioniert  ;-)
Die meisten habe ich übrigens vom tollen Blog "Tortentante".

So, jetzt geht´s aber ran an die Materie.
Aus welchen Kuchen bestanden die Torten und womit waren sie gefüllt ?
Gleich mal vorab, ich habe es nicht geschafft von jedem Arbeitsschritt Fotos zu machen. Ich war so im Arbeitswahn, dass ich es teilweise wirklich einfach vergessen habe ;-))

Die Kuchen:

Sie wurden übrigens alle (außer der kleine Schokokuchen) mit der "Anti Hubel-Methode" gebacken. Ich bin jetzt noch total begeistert davon. Wenn Ihr wissen wollt wie das funktioniert, dann schaut hier.

2 Eierlikörkuchen (klick hier) jeweils in einer 28er Form. Menge vom Original übernommen.



1 Zitronen-Frischkäse-Kuchen (klick hier) in einer 24er Form. Menge vom Original übernommen.



1 Schokokuchen (klick hier) in einer 20er Form. Hier habe ich das Original Rezept halbiert und den Eierlikör durch flüssige Sahne ersetzt.



7 Böden für den Marzipan-Aprikosenkuchen (klick hier) in einer 20er Form. Hier habe ich die Original Menge genommen.



Die doppelstöckige Torte bestand aus den beiden Eierlikörkuchen, die mit einer Sauerkirsch-Fruchtfüllung (klick hier) und einer zarten Zitronencreme gefüllt war. Bei den Sauerkirschen habe ich übrigens die doppelte Menge genommen.
Da ich sie mit der Isoliermethode (klick hier) gefüllt habe, benötigte ich zwei Kuchen, damit die Torte ihre Größe behalten konnte.
Der kleine Kuchen oben drauf war der Schokokuchen, der mit einer Snickers-Karamell-Buttercreme gefüllt war. Eingestrichen habe ich beide Torten mit einer Zartbitter-Schoko-Ganache (klick hier).



Die mittlere Torte bestand aus dem Zitronen-Frischkäse-Kuchen, den ich mit einer Erdbeer-Fruchtbuttercreme (klick hier) gefüllt hatte. Die Creme war so lecker, dass ich sie am liebsten pur gelöffelt hätte. An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN an Madame Zuckerguss.
Eingestrichen habe ich sie mit der weißen Schoko-Ganache (klick hier).



Und die dritte Torte war die Marzipan-Aprikosentorte, die ich mit einer fertigen Marzipandecke von Dr. Oetker eingekleidet habe. Die kleinen Rosen, Herzen und Blätter habe ich aus bereits fertig eingefärbtem Marzipan (ebenfalls von Dr. Oetker) selber geformt und ausgestochen.
Sie fiel etwas aus der Reihe, da sie farblich nicht zum Motto: weiß/türkis passte. Das war von mir aber auch so gewollt.


Mein Zeitplan:

Nochmal zur Erinnerung: die Torte sollte am Freitag (29.05.2015) so gegen 12.30 Uhr abgeliefert werden.

Die Eierlikörkuchen, den Zitronen-Frischkäse-Kuchen und die sieben Böden für die kleine Marzipantorte habe ich bereits am Dienstag (26.05.) gebacken.
Die Fruchtfüllung aus Sauerkirschen und die Erdbeeren für die Buttercreme, habe ich Mittwoch (27.05.) eingekocht, ebenso die Zartbitter-Schokoladen Ganache und die Ganache aus weißer Schokolade.



Am Donnerstag (28.05.) kam mir dann netter Weise meine Mutti zur Hilfe und ich habe die fruchtige Erdbeerbuttercreme, die Zitronencreme und die Karamell-Snickerscreme hergestellt.
Dann wurden die Torten zum Füllen aufgeschnitten bzw. zurechtgeschnitten. Die Füllungen eingebracht, die Kuchen in Tortenringe gestellt und abgedeckt für 2-3 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

die "große" Torte mit der Isoliermethode gefüllt

In der Zwischenzeit habe ich mich um die Marzipantorte gekümmert. Die Füllung zubereitet und dann alles wie in der Anleitung beschrieben zusammengesetzt. Sie wird in Folie gepackt, über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und erst am nächsten Morgen mit der Marzipandecke eingekleidet und verziert.
Dann habe ich die Rosen und Herzen vorbereitet und unter Frischhaltefolie bis zum nächsten Tag aufbewahrt.

Anschließend wurden alle Torten (außer die Marzipantorte) mit einer Ganache eingestrichen. Davor habe ich irgendwie jedes Mal eine Heidenangst, die eigentlich total unbegründet ist. Es hat mit den genannten Rezepten einwandfrei funktioniert. 
Ich würde sie nicht mehr kühlen, wenn man sie anschließend mit Fondant ummanteln will.



Jetzt das Fondant mit den Händen weich kneten. Ich sage Euch, Frühsport ist nichts dagegen ;-) Ich hatte 2,5 Kilo gekauft, was sich aber als viel zu viel herausstellte.

Auf einer mit Stärkemehl bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Ich habe es zuerst mit Puderzucker probiert, bin aber sowas von kläglich gescheitert und durfte den mühselig ausgerollten Fondant nochmal neu ausrollen. Er klebte nämlich trotz Puderzucker an der Arbeitsplatte fest. Mit dem Stärkemehl hingegen ging es völlig problemlos. Auch das ausrollen flutsche viel besser als vorher.

Die runde Fondantplatte für die große Torte musste einen Durchmesser von genau 48 cm haben. Um auf der sicheren Seite zu sein, habe ich einen Kreis von ca. 60 cm ausgerollt.

Falls Ihr Euch für die Berechnung interessiert:
Da die Torte einen Durchmesser von ca. 28 cm hatte und die Höhe ca. 10 cm betrug, rechnet man wie folgt: 28 + 10 + 10= 48 cm. Das wäre dann das Mindestmaß. Zur Sicherheit immer mehr ausrollen.

Über die Torte legen, mit den Händen glatt streichen und anschließend mit einem Glätter gründlich bearbeiten. Das Fondant verbindet sich dann erst so richtig mit der Ganache. Hierbei war mir mein "Tortenglätter" mal wieder eine wirklich super Hilfe. Ein tolles Gerät.. ;-)


Bei dem kleinen Schokokuchen und dem mittleren Zitronen-Frischkäsekuchen ganz genauso verfahren.

Nun musste ich mir noch überlegen, an welcher Stelle die kleine Schoko-Torte auf die Große sollte. Dort habe ich dann drei Schaschlickspieße aus Holz reingepiekst und die kleine Torte dann an dieser Stelle aufgespießt. Das macht man, damit sie nicht wegrutscht.
Achtet darauf, dass die Spieße nicht höher aus der unteren Torte rausschauen, als die Torte hoch ist, die ihr aufpiekst. Sonst schauen sie nämlich oben raus ;-)


Ich habe sie übrigens alle auf „Papp Tortenunteller“ gesetzt (die Größe habe ich bei den kleineren Torten individuell zugeschnitten) und erst vor Ort auf die Tortenständer gestellt. So konnten sie beim Transport nicht von den Ständern rutschen.
Die süßen Tortenständer habe ich übrigens von hier. Ich finde sie einfach nur toll und werde sicher noch öfters benutzen.

Geschafft... jetzt können die Torten endlich verziert werden. Das war für mich die schönste Aufgabe. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut.
Da ich alle Blüten nach und nach schon ca. 14 Tage vorher vorbereitet hatte, brauchte ich sie nur noch mit essbarem Kleber dekorativ befestigen.


Wen es jetzt noch interessiert:  meine Erfahrungen mit dem Fondant und der Blütenpaste, sowie dem dazugehörigen Werkzeug, stelle ich Euch in Teil 3 (dem letzten Teil) vor.

Der muss allerdings etwas warten, denn ich/wir gönnen uns jetzt erstmal einen Urlaub in Frankreich. Bin dann mal für die nächsten 3,5 Wochen weg.. Au revoir und bis bald ;-D


Eure LisaCuisine

Erdbeer Sahne-Quark Torte



Nach der Hochzeitstorte wollte ich eigentlich eine Backpause einlegen. Andererseits war ich gerade so schön in Übung...
Da ich auch noch jede Menge Quark, Schlagsahne und auch etwas von der leckeren Erdbeer-Fruchtbuttercreme (klick hier) übrig hatte, dachte ich mir, dass der Besuch bei der Schwester meines Freundes, Anlass genug wäre für diese kleine Erdbeer Sahne-Quark Torte ;-)

Als Grundteig habe ich mal wieder den wirklich leckeren Eierlikörkuchen gebacken (zumal ich noch genug Eierlikör übrig habe) und das Rezept „Pi mal Daumen“ auf eine 24er Form umgerechnet. Er sollte nämlich nicht so hoch werden, da ich den Boden nur einmal durch schneiden wollte. Deshalb die Reduzierung der Mengenangaben.

Die Füllung stammt aus dem Rezept der Frühlingstorte von Dr. Oetker. Allerdings war sie viel zu viel für meine kleine Torte, es blieb doch eine ganze Menge übrig. Ich würde deshalb die Zutaten beim nächsten Mal halbieren.

Den Kuchen habe ich einen Tag vorher gebacken, so ließ er sich super schneiden.

Zutaten Eierlikörkuchen für eine 24er Form:

4 Eier
1,5 Pck Vanillin-Zucker
185 g Puderzucker
95 ml Öl
185 ml Eierlikör
185 g Mehl
2 TL Backpulver

Zutaten Sahne-Quark-Füllung:
das sind übrigens die Original Mengenangaben, die für meine 24er Torte zu viel waren.

500 g kalte Schlagsahne
50 g Zucker
2 Pck. Sahnesteif
500 g Speisequark (Magerstufe)
3 EL Zitronensaft

Weiter Zutaten:

4 EL Erdbeermarmelade (zum bestreichen des unteren Boden)
ca. 300 – 400g frische Erdbeeren. 12 kleine davon für die Deko zurücklegen, die anderen in dünne Scheiben schneiden.

TIP: Wenn der untere Boden mit Erdbeerscheiben bedeckt ist, die restlichen in kleine Stückchen schneiden und unter den Sahne-Quark heben.

Die Eier mit dem Puder-/Vanillin-Zucker richtig schön schaumig schlagen. Das kann eine ganze Weile dauern. Das Öl, den Eierlikör und das Mehl mit dem Backpulver zügig unterrühren. Nicht mehr zu lange rühren, sonst macht man das schön schaumige Eier-Zuckergemisch kaputt.

In eine mit Backpapier ausgelegte Backform füllen und bei 165 Grad ca. 50- 60 Minuten backen. Zwischendurch ruhig mal die Stäbchenprobe machen. Bei mir war er so nach 45 Minuten fertig.

Ich habe den Kuchen übrigens auch hier wieder mit der Anti-Hubbel-Methode gebacken und es hat super geklappt.


Die Erdbeeren putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zwölf kleine und ungefähr gleichgroße Erdbeeren für die Deko beiseite legen.


Die Schlagsahne mit dem Zucker und dem Sahnesteif, wie auf der Packung angegeben, steif schlagen. Den Quark in einer extra Schüssel mit dem Zitronensaft verrühren und die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.


Den Kuchen mittig quer halbierten und den unteren Boden mit der Erdbeermarmelade einstreichen. Mit einer Lage in Scheiben geschnittene Erdbeeren belegen.



Nun den Sahne-Quark dick auftragen und mit dem zweiten Boden bedecken. Diesen ebenfalls mit Sahne-Quark bestreichen.


Ich habe dann noch die restliche Fruchtbuttercreme auf die Torte gespritzt und auf jedes Stück eine kleine Erdbeere gesetzt.


Einen Tortenring rumlegen und mit Frischaltefolie abgedeckt, bis zum servieren, in den Kühlschrank stellen. Also ich fand sie super sehr lecker.. Sie hat auch noch am nächsten Tag geschmeckt ;-)



Eure LisaCuisine

Dienstag, 9. Juni 2015

Hochzeitstorten in weiß und türkis - Teil 1



Kein Schreibfehler, ihr habt schon ganz richtig gelesen  H O C H Z E I T S T O R T E !!
Ein bisschen stolz bin ich auch darauf, zumal es meine allererste überhaupt ist.
Das ist übrigens auch der Grund, warum meine Posts für den Mai eher spärlich ausgefallen sind.
Ich hatte einfach keine Zeit ;-)

Die Planung und Vorbereitung hat mich schon ganz schön in Anspruch genommen und mir auch einige schlaflose Nächte bereitet.
Ich will es mal so ausdrücken. Es war eine super Erfahrung und hat mir tooootal viel Spaß gemacht. Aber nochmal.. ??  Nee, ich glaube eher nicht.. ;-D

Ich habe geplant, geplant und geplant, um letztendlich doch wieder alles umzuwerfen und neu zu planen. Manchmal habe ich dann doch schon etwas an mir gezweifelt..


Mein größtes Problem waren die Füllungen der Torten. Sie sollten schmecken, aber auch nicht zu verderblich sein. Da ich die Torten mit Fondant eingekleidet habe, wollte und konnte ich das Risiko nicht eingehen sie über Nacht in den Kühlschrank zu stellen. Die Gefahr, dass die Torten ins schwitzen kommen und sich das Fondant verflüssigt, war mir einfach zu groß. Es reicht ja schließlich vollkommen aus, wenn eine Torte ins schwitzen kommt, nämlich ICH ;-)
Also mussten sie eben die ganze Nacht bei Zimmertemperatur verbringen.

Jetzt fragt Ihr Euch sicher, wie kommt man überhaupt dazu eine solche Torte zu backen ? 
Ganz einfach, weil eine ganz liebe Kollegin (Ihr sie kennt von den Kommentaren als: Schnecki) so viel Vertrauen in meine Backkünste gesetzt hat, dass sie mich gefragt hat, ob ich ihr nicht die Hochzeitstorte backen würde. Na und wer kann da schon nein sagen ? Ich jedenfalls nicht... ;-))
Ich habe das für "Schnecki" auch total gerne gemacht :-))

Ihre "Motto-Farben" für die Hochzeit sollten Weiß und Türkis ein, was man an der Torte ja unschwer erkennen kan

Der große Tag war Freitag der 29.05 2015 und ich habe die Woche davor mit Hochdruck an den Vorbereitungen gearbeitet. Die Blumen und Rosen aus Blütenpaste hatte ich schon Abende vorher gemacht, damit sie auch richtig durch gehärtet sind. Übrigens waren das meine ersten Rosen und Blüten aus Blütenpaste und dafür finde ich, sind sie gar nicht mal so schlecht geworden ;-) Und ich weiß jetzt, dass Blütenpaste nicht gleich Blütenpaste ist..aber davon in einem andern Post mehr..


Am Donnerstag (28.05.2015) war dann der stressigste Tag. Trotz Hilfe von meiner Mutti, die so lieb war mir hilfreich zu Hand zu gehen, hat das Ganze volle 12 Stunden gedauert. Pausen waren kaum drin, aber irgendwann merkt man das auch gar nicht mehr.. Man vergisst sogar zu trinken und zu essen ;-)
Die Deko alleine hat davon ca. 2,5 Stunden verschlungen und damit meine ich nur die Blumen und Blüten aufkleben. Am nächsten Morgen habe ich die Torte noch mit Glitzerpuder abgepudert und div. Blüten mit Farbpulver bepinselt, um ihnen etwas Tiefe zu verleihen.

Der Transport war, neben den schon erwähnten Füllungen, mein größter Panikpunkt. Wie verpacken, dass alles heil bei der Feier ankommt ? Aber das haben wir mit Hilfe von Pappkartons, die mir eine andere sehr liebe Kollegin besorgt hatte, dann doch ganz gut gelöst finde ich.

Klappe zu und Torte weg ;-))



Ich habe alles in einem super Zustand abgeliefert und auch die Füllungen haben die Nacht ohne Kühlschrank gut überstanden...puh.. :-)

Den genauen Inhalt der Torten und die Herstellung, werde ich Euch im zweiten Teil benennen. Selbstverständlich werde ich auch die dazugehörigen Links posten, damit Ihr wisst, wo ich die Rezepte her habe.


Eure LisaCuisine

Dienstag, 2. Juni 2015

Rhabarber und Kirschen teilen sich ein Blech


Wie Ihr seht,  habe ich zur Abwechslung auch endlich mal wieder etwas gebacken. Schließlich gab es ja auch einen Anlass, mein Papa hatte nämlich Geburtstag.
Da ich zum Muttertag schon keinen Kuchen gemacht hatte, wollte ich es mir diesmal auf keinen Fall nehmen lassen. Ähm...Ihr müsst jetzt zum Muttertag nichts sagen, ich schäme ich auch so ;-)

Na, und was habe ich verbacken ? Natürlich Rhabarber ! Ich mag ihn einfach total gerne.
Da es etwas mehr Kuchen sein sollte, gab es deshalb ein ganzes Blech voll. Die eine Hälfte wurde mit besagtem Rhabarber belegt und die andere Hälfte mit Kirschen. Bei den Kirschen habe ich zusätzlich noch ein paar Streusel oben drauf getan...lecker.

Als kleine Randbemerkung: Rhabarber ist übrigens kein kein Obst, sondern ein Gemüse. Habe ich neulich bei „Wiki“ nachgelesen ;-) Wusste ich bis dato auch nicht.

Das Ur-Rezept für diesen Kuchen "Pfirsichschnitten" ist aus einem alten Dr. Oetker Backbuch. Merkwürdigerweise findet man es auf der Internetseite bei Dr. Oetker nicht ??

Da mein Blech ziemlich groß ist und mir die Zutaten doch ein bisschen wenig vorkamen, habe ich das Rezept etwas verändert, sprich vergrößert. Dadurch hätte eigentlich noch ein Ei dazu gemusst, da ich aber keins mehr vorrätig hatte, habe ich es einfach durch Buttermilch ersetzt.
Bei den Streuseln bin ich beim Originalrezept geblieben, denn sie sollten ja auch nur für das halbe Blech reichen. Für ein ganzes wären sie, nach meinem Geschmack, einfach viel zu wenig gewesen. Wer das ganze Blech damit belegen will, dem rate ich mindestens die doppelte Menge zu nehmen.

Zutaten (meine Version):

200 g Butter (zimmerwarm) 

200 g Zucker 
1 Pck. Vanillin-Zucker 
1 Prise Salz 
4 Eier 
330 g Mehl 
4 gestr. TL Backpulver 
4 EL Buttermilch

5 Stangen Rhabarber 

1 Glas Kirschen

Für die Streusel (ausreichend für ein halbes Blech):

150 g Mehl 

75 g Zucker 
1 Pck. Vanillin-Zucker 
1 Prise Salz 
100 g Butter

Den Rhabarber putzen/abziehen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen.


Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen schon mal auf 170 Grad vorheizen.

Anschließend habe ich die Streusel zubereitet. Dafür müsst Ihr Mehl, Zucker/Vanillin-Zucker und die Prise Salz mischen. Die Butter in Flocken drauf setzen und alles gut mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Beiseite stellen.


Für den Teig, die Butter mit Zucker/Vanillin-Zucker und dem Salz schaumig rühren. Die Eier einzeln unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und zusammen mit der Buttermilch nach und nach dazugeben und gut verrühren, bis ein schöner geschmeidiger Teig entsteht.


Auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben und glatt streichen.

Die Hälfte des Blechs mit dem in Stücken geschnittenen Rhabarber belegen und leicht in den Teig drücken. Auf die andere Hälfte die abgetropften Kirschen verteilen. Die Kirschen mit den Streuseln bedecken und etwas andrücken.



In den auf 170 Grad vorgeheizten Backofen schieben und für ca. 30 Minuten backen. Ich würde zur Sicherheit den Stäbchentest machen.

Aus dem Ofen holen und auf dem Blech auskühlen lassen.


Er war geschmacklich wirklich klasse. Super locker und fruchtig. Man kann ihn natürlich auch mit anderen Früchten belegen oder wie im Original mit Pfirsichen aus der Büchse.



Viel Spaß beim nach backen..

Eure LisaCuisine

Dienstag, 26. Mai 2015

Limetten-Minz Sirup



..oder: so lecker, dass nicht viel davon übrig blieb ;-)

Irgendwie hat mich im Moment das "Sirup-Fieber" gepackt ;-)
Nach dem leckeren Rhabarbersirup (klich hier), hatte ich irgendwie Lust auf die Kombination Limette/Minze. Ich stehe da total drauf, denn im Sommer trinke ich auch schon mal ganz gerne einen Mojito. Meist bevorzuge ich aber eher die alkoholfrei Version, die auf den Cocktailkarten als "Virgin Mojito" oder "Moskito" zu finden ist.

Da doch mehr Rezepte im Netz zu finden waren, als ich dachte, habe ich mir einfach aus mehreren Rezepten, mein eigenes zusammengestellt. Ausser dem etwas mühseligen Limetten auspressen (wenn man keine elektrische Presse hat wie ich ;-)) ist er ansonsten erstaunlich schnell gemacht.

Wenn Ihr mich jetzt fragt, welcher Sirup mir besser schmeckt ? Ich kann es Euch nicht sagen. Sie sind beide wirklich gut und wie Ihr an dem kläglichen Rest in der Flasche sehen könnt, auch super lecker. Also demnächst werde ich wohl wieder Limetten auspressen ;-))


Zutaten:

6 Limetten
1 Zitrone
350 g Zucker 
250 ml Wasser
4 - 5 Stängel Minze (für ein mildes Minz Aroma)


Die Limetten und die Zitrone auspressen. Das sollte so ca. 250 ml Flüssigkeit ergeben.
Mit Wasser und Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Für ca 15 Minuten leicht einköcheln lassen.

Den Topf vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und die Minze-Stengel in den Topf geben. Für ca. 15 - 20 Minuten ziehen lassen. Je intensiver das Minz-Aroma sein soll, um so länger müsst Ihr sie ziehen lassen. Man kann natürlich auch noch ein paar Stengel mehr hineintun, was aber schnell zu minzig werden kann. Einfach mal ausprobieren.

Die Minze rausfischen, das Ganze nochmal kurz aufkochen lassen und in die vorbereitete Flasche füllen. Mit dem Bügelverschluss gut verschliessen.
Na dann "Prost" !!

Auch hier gilt (wie beim Rhabarbersirup): nach dem öffnen am besten im Kühlschrank aufbewahren.


Eure LisaCuisine



Donnerstag, 14. Mai 2015

Rhabarbersirup



oder: Was könnte man denn noch so schönes aus Rhabarber zaubern ?

Diese Frage habe ich mir nämlich letzte Woche gestellt, nachdem ich im Supermarkt mal wieder nicht an dem gut aussehenen Rhabarber vorbeigehen konnte ;-)
Zu Hause angekommen, fiel es mir beim öffnen meiner fertig gekauften Rhabarber-Schorle wie Schuppen von den Augen. "Das ist es !" dachte ich mir. Einfach einen Sirup daraus kochen und zum genießen mit kaltem Mineralwasser auffüllen...fertig.
Flaschen hatte ich auch genug da, die waren mir bei meinem letzten IKEA Besuch, einfach so über den Weg gelaufen und mussten, wie "STELNA", natürlich mitgenommen werden...Übrigens haben die Flaschen den witzigen und auch irgendwie zutreffenden Namen: KORKEN :-)

Da ich ja des öfteren bei "Herr Gruen kocht" vorbeischaue, fiel mir ein, dass ich bei Ihm schon mal so ein Rezept gesehen hatte. Und Bingo, auf Herrn Grün ist Verlass ;-)

Ich habe das Rezept von ihm verdoppelt und etwas weniger Zucker genommen, dafür aber den ganzen Inhalt einer halben Vanilleschote... ähm, was eindeutig doch etwas zu viel war. Tja, das kommt davon, wenn man an Rezepten rumändert ;-)
Das nächste Mal würde ich noch etwas weniger Zucker nehmen und wie angegeben, zwei Esslöffel Vanillezucker. Eben so, wie es Herr Gruen gemacht hat. Tja, das kommt davon, wenn man an Rezepten rumändert ;-)

Zutaten:
 

1 kg Rhabarber 
450 g Zucker 
Inhalt einer ½ Vanilleschote (oder doch besser 2 EL Vanillezucker ;-) 
600 ml Wasser

Von dem Rhabarber die Blätter entfernen und die Enden abschneiden, so das nur noch der pure Stil übrig bleibt. Wenn Ihr einen schönen rosa Sirup bekommen wollt, dann bitte nicht schälen, sondern einfach nur in ca. 1 cm lange Stücke schneiden.



Mit dem Wasser in einem Topf aufkochen und ca. 15  Minuten sanft schmoren lassen.

Wenn der Rhabarber weich ist, portionsweise auf ein feines Sieb geben und den austretenden Saft in einem anderen Topf auffangen.


Ich habe das Mus zusätzlich noch mit Hilfe eines Löffel ausgedrückt, damit auch noch der letzte Rest Saft herauskommt. Das habe ich dann entsorgt, denn es sah irgendwie nicht wirklich appetitlich aus ;-)

Zu dem Saft nun den Zucker und den Inhalt der halben Vanille-Schote geben. Das Ganze für ca. 15 Minuten leicht einköcheln lassen.


Anschließend in die vorher sterilisierte Flasche füllen und mit dem Bügelverschluss gut verschließen. Ich habe dazu einen Trichter benutz, so ging das alles ohne große Kleckerei von statten.
Das war es dann auch schon..

Mit kaltem Mineralwasser gemischt, ein echter Genuss..
Eins steht fest, fertig gemischte Rhabarber-Schorle kaufe ich sicher nicht mehr ;-)

Tip: Wenn Ihr die Flasche einmal geöffnet habt, dann besser im Kühlschrank aufbewahren.


Eure LisaCuisine


Das Rezept für den Limetten-Minz Sirup folgt demnächst :-)
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